50 Jahre Einsatz für andere Menschen

Ruprecht Polenz zur aktuellen weltpolitischen Lage
Ruprecht Polenz zur aktuellen weltpolitischen Lage
Präsident Michael Schnaase, Ehrenmitglied Fritz Laederach, Präsident im neuen Lionsjahr 2016/17 Manfred Pape und Alt-Governor Heinz Hürfeld
Präsident Michael Schnaase, Ehrenmitglied Fritz Laederach, Präsident im neuen Lionsjahr 2016/17 Manfred Pape und Alt-Governor Heinz Hürfeld

„Wir dienen.“ Unter diesem Leitgedanken leistet der Lions Club Lüdinghausen seit 50 Jahren gemeinnützige und humanitäre Hilfe vor Ort und an internationalen Brennpunkten. Den runden Geburtstag der Clubgründung feierten die „Löwen“ am Samstagabend im Kreis von 100 Gästen im Hotel Grothues-Potthoff in Senden.

„50 Jahre Einsatz für andere Menschen“ würdigte Vize-Governor Hans-Günther Benthaus vom Lions Club Datteln-Waltrop in seinem Grußwort im Namen des Distrikts Westfalen-Lippe. Der Lions Club Lüdinghausen habe den Leitgedanken „Wir dienen“ hervorragend umgesetzt“. Beispielhaft nannte er den Einsatz zur Förderung der Jugendarbeit in Lüdinghausen und in der Region.

Das runde Jubiläum „klingt nach Beständigkeit“ hob Gabriele Weischer, Präsidentin des Soroptimisten-Clubs Münsterland-Süd/Nordkirchen hervor. Sie wünschte dem Geburtstagskind ebenso viel Erfolg für die weitere Arbeit wie Dr. Thomas Schumacher als Präsident des Rotary-Clubs Lüdinghausen.

Als Festredner bekräftigte Ruprecht Polenz seinen eindringlichen Appell, Europa zu stärken. Am Beispiel des britischen Referendums zum Austritt aus der Europäischen Union machte der CDU-Politiker seine These des ständigen Wandels deutlich. Es gehe darum, „den Wandel zu gestalten“. Polenz, von 1994 bis 2013 CDU-Bundestagsabgeordneter und von 2005 bis 2013 Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages, nannte einige Eckpunkte für die Stärkung Europas: Kontrolle der EU-Außengrenzen, gemeinsame Asyl- und Integrationspolitik, Stärkung des Subsidiaritätsprinzips („weniger Brüssel“) sowie Abbau des Demokratie-Defizits durch Stärkung des Europäischen Parlaments. Es müssten die Vorteile der EU deutlicher sichtbar gemacht werden. Für ein geeintes Europa gebe es keine Alternative: Entweder sei es „Akteur oder Spielfeld für andere in der multipolaren Welt“. Polenz zitierte ein chinesisches Sprichwort: „Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen.“ Bezogen auf die Fluchtbewegungen weltweit betonte Polenz, „der Mauergedanke allein wird nicht funktionieren“.

 

Ein weiterer Höhepunkt der Jubiläumsveranstaltung, durch die Clubpräsident Michael Schnaase und sein Nachfolger Manfred Pape führten, war ein Ausflug in die frühe Geschichte des Lions Clubs Lüdinghausen. Dazu gab der Ehrengast Friedrich Laederach reichlich Anlass. Der erste Leiter des von ihm mit aufgebauten Maggi-Werks Lüdinghausen war in den den ersten beiden Jahren nach der Gründung Präsident des Lions Clubs Lüdinghausen. Laederach, der in Wiesbaden lebt und im November 95 Jahre alt wird, erzählte im Gespräch mit Josef Kersting und dem dienstältesten Clubmitglied Heinz Hürfeld anschaulich und mit viel Humor aus der Gründerzeit. Überrascht und gerührt zugleich empfing der Gründungspräsident die anlässlich des Jubiläums ausgesprochene Auszeichnung: „In Anerkennung seiner Verdienste und mit Dank für die geleistete Aufbauarbeit“ wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.

Ab dem 1. Juli übernimmt Manfred Pape als Nachfolger von Michael Schnaase für ein Jahr die Regie im Lions Club Lüdinghausen. Mit dem sogenannten Stabwechsel endete das offizielle Programm, dem ein langer Abend mit Musik und Tanz, begleitet von der Gruppe „Memphis PC“ aus Recklinghausen folgte.

50 Jahre Lions Club Lüdinghausen

Die Mitglieder im Jubiläumsjahr 2016
Die Mitglieder im Jubiläumsjahr 2016

„Wir dienen.“ Unter diesem Leitgedanken leistet der Lions Club Lüdinghausen seit 50 Jahren gemeinnützige und humanitäre Hilfe vor Ort und an internationalen Brennpunkten. Der Lions Club Lüdinghausen ist einer von heute über 46 000 Clubs mit rund 1,4 Millionen Mitgliedern weltweit, die den Traum des Gründers Melvin Jones Wirklichkeit werden ließen: Die Welt brauche mehr Liebe, mehr Fürsorge und weniger Egoismus. Dieses Credo war vor 100 Jahren Motivation zur Gründung der internationalen Lions-Bewegung, der sich 50 Jahre später der Lions Club Lüdinghausen anschloss. Diesen runden Geburtstag feiert der Serviceclub am kommenden Samstag (25. Juni) im Hotel Grothues-Potthoff in Senden.

Ehrengast ist der heute in der Schweiz lebende Gründungspräsident Friedrich Laederach, erster Leiter des Maggi-Werks Lüdinghausen. Zusammen mit 16 weiteren „Gründungsvätern“ hob er am 20. Juni 1966 den Lions Club Lüdinghausen aus der Taufe. Ein Jahr später wurde der Club in die internationale Lions-Gemeinschaft aufgenommen.

Den Geist gegenseitiger Verständigung unter den Völkern der Welt zu wecken und zu erhalten, ist eines der Ziele auf internationaler Ebene. Örtlich wie auch regional und weltweit sehen sich die Lions Clubs als Initiativgruppe in der Gesellschaft, wo das soziale System des Staates nicht oder nicht ausreichend helfen kann. So unterstützt der Lions Club Lüdinghausen seit vielen Jahren verschiedene Projekte der Kinder- und Jugendförderung in Lüdinghausen und der Region. Im Vordergrund steht die Hilfe vor Ort, zum Beispiel für Schulen sowie die Hilfe für sozial schwache Familien. Der Erlös des jährlichen Adventskalenders gibt dem Lions Club zusätzliche Möglichkeiten, Kinder- und Jugendförderung zu unterstützen. Dazu gehören auch eigene pädagogische Programme wie „Lions Quest“, „Klasse 2000“ oder „Kindergarten plus“.

Das internationale Lions-Programm „Sight First“ gegen Blindheit sowie nationale und internationale Katastrophenhilfe werden ebenfalls unterstützt. Durch vielfältige Aktionen sind seit der Clubgründung vor 50 Jahren mehr als 600 000 Euro gezielt und ohne Verwaltungsaufwand gemeinnützigen und wohltägigen Zwecken zugeführt worden.

Die Präsidentschaft in dem heute 48 Mitglieder zählenden Club wechselt jährlich. So sind stets neue Impulse für das Clubleben gewährleistet, heißt es in der Mitteilung des Lions Clubs. Dazu gehören neben Aktivitäten gemäß dem Leitgedanken „Wir dienen“ auch Angebote wie Vorträge oder Exkursionen zu wechselnden Themen. Nicht zuletzt ist die Förderung der Gemeinschaft und des freundschaftlichen Miteinanders der Clubmitglieder ein tragendes Fundament.

Zum 50jährigen Bestehen hat der Lions Club eine umfangreiche und reich bebilderte Festschrift herausgegeben. Darin betont Distrikt-Governor Marita von Garrel, dass der Lions Club Lüdinghausen seit einem halben Jahrhundert bereit stehe „im Dienste des sozialen, humanitären Miteinanders, schnell und unbürokratisch zu helfen, wo Hilfe benötigt wird“. Sie sei überzeugt, dass die Lions in Lüdinghausen „in den vergangenen 50 Jahren unzählige bedürftige Menschen zum Lächeln brachten und Menschen zu mehr Menschlichkeit und Würde verholfen haben“.

 

Jugendsozialpreis auch zum Thema Flüchtlinge

Kalenderaktion 2016 gestartet

Kalendermotiv 2016
Kalendermotiv 2016

Wenn die Temperaturen steigen, denkt der Lions Club Lüdinghausen an den Winter – an den Adventskalender. Die Vorbereitungen für die inzwischen sechste Auflage des Kalenders sind längst angelaufen. Der Serviceclub ist dankbar, wenn alle Sponsoren des Vorjahres wieder „an Bord“ sind und vielleicht sogar neue hinzukommen. So könnten auch bei dem neuen Kalender attraktive Gewinne zu erwarten sein, heißt es in einer Mitteilung des Lions Clubs. Mit der Ansprache der Sponsoren wollen die Mitglieder des Lions Clubs in den nächsten Wochen beginnen. Interessierte, die als neue Sponsoren angesprochen werden möchten, können dem Serviceclub einen entsprechenden Hinweis geben.
Ein Motiv der winterlichen Burg Vischering, das der professionelle Fotograf und Club-Mitglied Sven Marquardt aufgenommen hat, ziert in diesem Jahr den Adventskalender. Nachdem der Kalender im Premierenjahr 2011 in einer Auflage von 3000 Stück erschienen war, erfolgten analog dem Zuwachs bei der Zahl an Gewinnen weitere Auflagesteigerungen bis zuletzt 2015 auf 5500 Exemplare. Über die Auflage 2016 will die Fördergesellschaft des LC als Veranstalter der Adventskalenderaktion erst dann entscheiden, wenn die Akquise von Sach- und Geldspenden bei Unternehmen in Lüdinghausen und Umgebung abgeschlossen ist. „Die Relation zwischen der Zahl an Gewinnen und der Kalenderauflage soll gewahrt bleiben, damit der Adventskalender seine Attraktivität behält“, betont Club-Präsident Michael Schnaase.

Förderung der Jugend-und Sozialarbeit vor Ort

Auch in diesem Jahr ist der Erlös des Adventskalenders für die Kinder- und Jugendarbeit vor Ort bestimmt. Dabei handelt es sich einerseits um pädagogische Angebote für Kindergärten und Schulen, ferner um projektbezogene Förderung sowie um den Jugendsozialpreis, den der Lions Club dann zum fünften Mal an Organisationen von Kindern und Jugendlichen vergibt, die sich in ihrer Freizeit oder in der Schule für die Gesellschaft engagieren. Oberstes Ziel ist es, das vorhandene, aber oft nicht wahrgenommene Engagement von Kinder- und Jugendgruppen öffentlich zu machen und durch finanzielle Hilfen zu stärken.
Mit der Auszeichnung solcher Projekte will der Lions Club noch mehr junge Menschen motivieren und sie erfahren lassen, dass es Spaß macht, sich in einer Gruppe für soziale Belange einzusetzen. Mit Geld- und Sachpreisen soll die Leistung belohnt und zugleich die finanzielle Basis geschaffen werden, um Größeres zu erreichen. Beispielhaft zu nennen sind Projekte aus dem sozialen, kulturellen und ökologischen Bereich – von der Jugendarbeit bis zur Betreuung alter Menschen.

Flüchtlingsprojekte

Die Ausschreibung für den Jugendsozialpreis wird in diesem Jahr erweitert. Jugendgruppen, Jugendheime oder Schulen werden aufgerufen, zum Thema „Flüchtlinge“ Projekte zu entwickeln und zur Förderung durch den Jugendsozialpreis vorzuschlagen.

Um bei der Vergabe aus dem Fördertopf des „Jugendsozialpreises“ berücksichtigt zu werden, wird in Verbindung mit der Antragstellung um eine Projektbeschreibung gebeten. Diese ist per E-Mail an folgende Adresse zu schicken: jugendsozialpreis@lions-luedinghausen.de. Eine Jury bewertet die eingereichten Vorschläge und entscheidet über die Preisvergabe. Meldeschluss für den Jugendsozialpreis ist der 31. Dezember 2016

Soziales Engagement der Jugend gefördert

Die Preisträger des Jugendsozialpreises 2015/16
Die Preisträger des Jugendsozialpreises 2015/16

„Planen Sie einen Schritt weiter. Denken Sie sich neue Ideen für soziales Engagement aus, die wir unterstützen können. Sie finden im Lions Club einen verlässlichen Partner“, sagte Manfred Pape, der sich als Activitybeauftragter des Clubs um Förderprojekte und Spenden kümmert, anlässlich der Verleihung des Jugendsozialpreises 2016 im „Hotel zur Post“ am Donnerstagabend.

Die stolze Summe von 21 800 Euro, die aus dem Verkaufserlös der 5500 Adventskalender 2015 stammt, wurde zum vierten Mal an Organisationen und Jugendliche verteilt, die sich in Freizeit oder Schule für die Gesellschaft engagieren. Durch die Spende soll dieses Engagement öffentlich gemacht und finanziell gestärkt werden. Mit der Auszeichnung sollen noch mehr Jugendliche motiviert werden, sich für soziale Belange einzusetzen.

Zwölf Gruppen, erstmals auch aus Senden und Olfen, hatten sich beworben und Anträge eingereicht, von denen neun mit Geld und Urkunde ausgezeichnet wurden. Doch auch die drei anderen Gruppierungen erhielten außerhalb des Jugendsozialpreises eine Spende.

Eva Schemmelmann und Bettina Langenfeld vom ökumenischen Jugendtreff Senden stellten ihr Projekt „Jetzt kommen wir“ kurz vor. Dabei betreuen Sendener Jugendliche beider Konfessionen Flüchtlingskinder, kochen mit ihnen gemeinsam oder gehen zusammen einkaufen.

Elias Schulze Kalthoff von der Jungkolpinggruppe Seppenrade informierte über die Ferienfreizeit und anderen Aktivitäten seiner Gruppe. Die Spende soll in ein neues Zelt investiert werden.

Preisträger des Jugendsozialpreises 2016 sind: Kolpingjugend Seppenrade (1000 Euro), Stadtranderholung Lüdinghausen (500 Euro), Ökumenischer Jugendtreff Senden (500 Euro), Messdiener St. Ludger (die 500 Euro wurden bereits für Heizkosten im Osterlager ausgegeben), Jugend Fortuna Seppenrade (500 Euro), KJG St. Ludger (500 Euro), Jugendfeuerwehr (500 Euro), HeinzLive-Tours (500 Euro), und die Life-Band der evangelischen Kirchengemeinde, die die Preisübergabe musikalische untermalte und viel Applaus für ihren Auftritt erhielt.

Josef Kersting, Initiator des Preises, überreichte den Preisträgern die Urkunden.

Außerhalb des Jugendsozialpreises wurden weitere 17 000 Euro an das Jugendrotkreuz (500 Euro), die Wilhelmschule Olfen für ihr Buspatenprojekt (500 Euro), die Offene Jugendarbeit Ascheberg (2000 Euro), die Gemeinschaftshauptschule Lüdinghausen für eine Auschwitzfahrt (500 Euro), die Übermittagsbetreuung Ascheberg anlässlich ihres 25jährigen Bestehens (500 Euro) und der Tennisclub „Blau-Gold Lüdinghausen (500 Euro) übergeben. Weitere Gelder aus der Adventskalenderaktion gingen an den Sozialdienst katholischer Frauen SkF für das Gutscheinprojekt „Jedem Kind ein Geschenk“ (3000 Euro) und das Schülercafé „Blaupause“ für die Hausaufgabenhilfe und Übermittagsbetreuung (4500 Euro). Lions eigene pädagogische Kinder- und Jugendprogramme in Schulen und Kindergärten rund um Lüdinghausen fließen 5000 Euro zu.

Lions zu Gast bei artebene

 

Kreativität im Angebot von artebene in Lüdinghausen
Kreativität im Angebot von artebene in Lüdinghausen

Wer glaubt, Design werde geboren durch den berühmten und ersehnten Kuss der Muse, der irre und warte vergebens auf ein Ergebnis. In diesem Sinne erläuterte uns Beate Kress, Ehefrau unseres neuen LF Dr. Rüdiger Kress, den Holzweg der kreativen Arbeit bei ARTEBENE. Das Ehepaar Kress hatte uns eingeladen zum Gespräch am Arbeitsplatz in den gemeinsamen Betrieb in Lüdinghausen.
Design entsteht in der „Ideenschmiede“ in Teamarbeit von zehn Designern. Nach einem „Trendscouting“ in verschiedenen europäischen Großstädten entstehen durch den Input von Inspirationen in ein Brainstorming in einem logistisch vorgegebenen Flow die Ideen für neue Farben und Formen, aus denen dann jährlich zwei neue Kollektionen mit insgesamt 1.400 Produktneuheiten hervorgehen.
Produziert wird von verschiedenen Firmen, gelagert und versendet wird in der Lüdinghausen Verkaufszentrale, in der jährlich 368.000 Einzelauftragspositionen abgewickelt werden.
Die Firma wurde 2005 vom Ehepaar Kress von der Familie Voss übernommen und Jahr für Jahr weiter ausgebaut und agiert heute europaweit mit 110 Auslandsmitarbeitern.
Anschaulich stellte LF Dr. Rüdiger Kress die Marketingproblematik und die Marktentwicklung dar. Der Markt ist modeabhängig, die Kunden sind zu 94 v.H. weiblich und der Markt zeichnet sich eher durch Impulskäufe, denn durch Bedarfskäufe aus, was eine besonders Präsentation in Ladengeschäften erfordert, die auf diese angebotenen Artikel der Premiumklasse auch ihrerseits vorbereitet sind.
ARTEBENE zählt zu den TOP 100 der Unternehmen.
Großes Interesse gilt dem sozialen Engagement, insbesondere der Förderung der Jugend, wie dem Waldpiratencamp, der Deutschen Kinder Krebs Stiftung, der Zusammenarbeit mit Schulen, Fachhochschulen.
Es war ein interessanter Abend über das Thema Design in Verbindung mit dem Thema Schenken, über das LF Dr. Rüdiger Kress einen informativen Eingangsvortrag gab.
Wir danken dem Ehepaar Kress für diesen gelungenen Abend, der bei einem feinen Imbiss in geselliger Runde seinen Ausgang nahm.